Zwischen Erotik und Groteskem verwischt die Performance die Grenzen: Den Körper zu lieben bedeutet, das Übermaß zu kosten, den Übergang von Lust zu Ekel. Hier steht der Geschmack selbst auf dem Spiel, nicht als bloße Frage der Vorliebe, sondern als Schlachtfeld. Schönheit und Hässlichkeit stehen auf derselben Ebene, und die Codes des Festlichen werden umgedeutet, um eine instabile Materie entstehen zu lassen, die von der Spannung zwischen Begehren und Ablehnung geprägt ist. In diesem Unbehagen emanzipiert sich der Geschmack vom bloßen Urteil und wird zur kritischen Kraft: nicht mehr ein Maßstab, sondern ein Feld des Dialogs, ein Terrain, auf dem jeder aufgefordert ist, seinen Platz zu finden.
Credits:
Künstlerisches Konzept, Künstlerische Leitung
Elisabeth B. Tambwe
Darsteller:
Andrea Vezga Acevedo und Elisabeth Bakambamba Tambwe
#andreavezgaacevedo
@elisabethtambwe
Musik:
Dottie Sani Gualtiero
Remix „Happy Birthday“: Timor Litzenberger
Fotos/Videos: Elsa Okazaki, Tanja Fuchs, Sophie Kim
Unterstützt von Stadt Wien Kultur MA7
