Biografie

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(c) Eva Lenhardt
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Die Frage nach der Konstruktion von Identität in einer Massenproduktionsgesellschaft steht im Zentrum von Elisabeth Bakambamba Tambwes plastischer und choreographischer Arbeit. Dieser Ansatz ist eine Form der Antwort auf aktuelle Debatten zu den Themen nationale Identität, Staatsbürgerschaft und Integration, da die Reflexion oft durch die Unmöglichkeit des Denkens außerhalb der Logik der Monozugehörigkeit und der Weigerung, Mischkultur zu geben, gelähmt wird -belonging, eine politische Übersetzung.

Die ethnischen und geografischen Klassifizierungen, die ethnographischen und kulturalistischen Ansätze, die die Produktionen afrikanischer Künstler, die in Europa leben, umfassen, sind zweideutige Bedingungen für Sichtbarkeit und Anerkennung. Zwischen dem Hammer des Globalen (Globalisierung und seine Standards) und dem des Lokalen (dem Rückzug und dem kolonialen Erbe einer verfälschten Vision von “Tradition”) schlägt Elisabeth Bakambamba Tambwe eine ironische Dekonstruktion des Exotismus vor und versucht eine Dekolonisierung des Gedanken.

In den neuesten Shows ist der performative Modus vorherrschend und umfasst Stimme, Musik, Arbeitsumgebungen und Videoprojektion, gemischt mit der kalkulierten Besetzung des der Öffentlichkeit gewidmeten Raums, oft eingeladen, sich zu bewegen oder sogar zu teilen, was den Betrachter dazu zwingt, seine Funktion zu überdenken.

Mit Stücken wie Las Meninas (2016) und Congo Na Chanel (2017) erweitert die Frage nach dem Standpunkt die postkoloniale Frage. Die letzten Shows von Elisabeth Bakambamba Tambwe zeigen tendenziell die Vielfalt der Blickwinkel, die unterschiedliche Wahrnehmungen derselben Realität implizieren. Weil Bewusstsein wie das Gesichtsfeld ist. Dies ist kein gerahmtes Bild, das von einem dritten äußeren Auge gesehen wird, es wird ohne Abstand aufgenommen und obwohl es begrenzt ist (es ist für uns unmöglich zu sehen, was hinter uns passiert), hat es keine Kanten: begrenzt und doch ohne “Grenze”. Die verschiedenen szenografischen Geräte, die verwendet werden, erlauben es dann, die Karten zu verwürfeln, Konventionen zu entlarven (besonders unterdrückt), Unklarheiten zu streicheln und so die vielen inkohärenten Haltungen zu inszenieren, die uns angreifen.

Wir nehmen nur wahr, was innerhalb und außerhalb von uns existiert oder wie es aussieht, und wir haben anscheinend kein anderes Zeichen der Wirklichkeit als die Wahrnehmung, die wir davon haben. Aber sind alle Wahrnehmungen gleich? (“Jeder hat seine eigene Wahrheit”)

In der Arbeit von Elisabeth Bakambamba Tambwe wird uns niemals in ihrer Gesamtheit etwas geliefert. Die Sets, die Aktionen, die Präsenz der Körper auf dem Plateau präsentieren sich immer unter einem bestimmten Gesicht, in einer bestimmten Perspektive. Was das Auge erfasst, übersteigt immer unsere Wahrnehmung, da immer die Möglichkeit anderer Wahrnehmungen, Korrekturen besteht. Hier kann die Wahrnehmung die Handlung nicht erschöpfen. Wenn die Wahrnehmung unvollständig ist, dann deshalb, weil sie immer von einer Art Halo der Unbestimmtheit, der Möglichkeit anderer wahrscheinlicher Wahrnehmungen oder sogar zukünftiger Wahrnehmungen umgeben ist.

Für den Choreografen erlaubt eine Sichtweise nicht wahrzunehmen; es ist notwendig zu wissen, wie man es entsprechend dem, was auf dem Spiel steht, und dem Standpunkt der anderen erschüttert. Die Anerkennung der Grenzen, der Dunkelheit, des “unvollständigen” Charakters der Menschen und der Ideen bedeutet nicht, sie aufzugeben. Im Gegenteil, dieser bewusste Zweifel, diese kritische Neubetrachtung, öffnet den Weg für eine Transzendenz, eine Projektion des Körpers nach vorne, Engagement.

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Performances

CARRÉ NOIR  Performance, Tanz und Installation – 01-2020

  • Eine Koproduktion von DIG UP Productions und brut Wien in Kooperation mit Afro_Vibes Performing Arts Festival Amsterdam.
  • Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und von ImpulsTanz Festival Wien.
  • Mit Unterstützung des Bundeskanzleramts Kunst und Kultur

 ABSTRACTION  Performance, Tanz und Installation – 12-2019

  • Produktion DIG-UP Productions

JEANNE DARK  Performance, Tanz und Installation – 11-2019

  • Eine Koproduktion von Verein zur Förderung der Bewegungsfreiheit und brut Wien. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturministeriums der Stadt Wien
  • DIG UP Productions begleitet alle Kreationen von Elisabeth Bakambbamba Tambwe

FOCUS : NEW PERSPECTIVES  Performance, Tanz und Installation – 09-2018

  • Produktion DIG-UP Productions

CONGO NA CHANEL Performance, Tanz und Installation – 06-2017

  • Produktion Dig-Up Productions
  • Koproduktion Wiener Festwochen
  • Mit Dank an la compagnie de danse La Vème Dimension, Dakar (Senegal)
  • Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und BKA Bundeskanzleramt Osterreich

MUSA PARADISIACA Performance, Tanz und Installation – 06-2017

  • Produktion DIG-UP Productions

PINK EYE Performance, Tanz und Installation – 10-2016

  • Auftragswerk : steirischer herbst
  • Produktion: Roland Gfrerer
  • Technische Leitung: Karl Masten

LAS MENINAS Performance, Tanz und Installation – 05-2016

  • Produktion: Dig Up Productions
  • Mit Unterstützung von: MA7 Kulturabteilung der Stadt Wien, Bundeskanzleramt Kunst/Kultur
  • Co-produktion:Tanzquartier Wien.

FLECHE Performance, Tanz und Installation – 05-2016

  • Co-produktion: DIG-UP Productions, DONAUFESTIVAL

FIT IN Performance, Tanz und Installation – 07-2015

  • Co-produktion: DIG-UP Productions, Impulstanz, supported by MUMOK MUSEUM

SYMPOSIUM Performance, Tanz und Installation – 01-2015

  • Co-produktion: DIG-UP Productions,Tanzquartier
  • Mit Unterstützung von: MA7 VIENNA, BMUKK et LONG LIFE BURNING

GOLDEN BABY Solo – 09-2011

  • Co-produktion: DIG-UP Productions et WUK Theatre
  • Mit Unterstützung von: MA7 VIENNA

ANOMALIC Performance und Installation – 05-2010

  • Co-produktion: Staatsaffaire et WUK Theatre
  • Mit Unterstützung von: MA7 VIENNA
  • In collaboration mit: Théâtre LE GARAGE Roubaix (Frankreich)

DON’T STEP ON MY JERSEY Performance – 01-2010

  • Produktion: MOVING CULTURE VIDC

REACT IN SILENCE,PLEASE Performance, Tanz und Installation – 09-2008

  • Dieses Projekt wurde im Rahmen einer Residenz “TURBO 2008” trainiert von Thierry Bae
  • IMPULSTANZ FESTIVAL 2009.

CONCERTO POUR CORPS BRUYANTS Performance und Tanz – 11-2007

  • Co-produktion : Cie DIXIT und VIVAT THEATRE ARMENTIÈRE (Frankreich)

MON COEUR BALANCE Solo, Tanz – 05-2005

  • Produktion : Cie DIXIT
  • In collaboration mit: LA CONDITION PUBLIQUE (Roubaix), LA COMÉDIE DE BETHUNE (Béthune), THEATRE MASSENET (Lille).

FRÉMISSEMENT Performance, Tanz und Musik – 09-2003

  • Produktion : Cie DIXIT

LA LÉGENDE DE BAKI Performance, Tanz und Musik – 09-2002

  • Produktion : Cie DIXIT

NO ! Performance, Tanz und Musik – 09-2001

  • Produktion : Cie DIXIT

PETITES CHOSES DEVIENDRONT GRANDES Performance, Tanz und Musik – 09-2000

  • Produktion : Cie DIXIT

 

Kooperationen

PERFUME von Mirabella Paidamwojo Dziruni, Zion Flex et Eric Vale – 2020

NANA OU EST-CE QUE TU CONNAIS LE BARA ? von Monika Gintersdorfer – 2019

TARZAN von God’s Entertainment 2019

LES NOUVEAUX ARISTOCRATES von Monika Gintersdorfer – 2017

APPROXIMATION LINÉAIRE  von Esther Stocker – 2017

FROM THE FUTURE  von Esther Stocker – 2016

A THIRD STEP TO IDEAL PARADISE von Claudia Bosse/THEATERCOMBINAT – 2015

100 PAS PRESQUE von Taoufiq Izzediou – 2014

WAR von Amanda Piña et de Daniel Zimmermann – 2013

IN A WORLD FULL OF BUTTERFLIES, IT TAKES BALLS TO BE….. von Robyn Orlin – 2013

BABYSITTING TÊTE DE CIRE von Robyn Orlin – 2012

END OF FEMINISM mit Dolce After Ghana in WUK  und DONAU FESTIVAL – 04-2012

HAVE YOU HUGGED, KISSED AND RESPECTED YOUR BROWN VENUS TODAY? von Robyn Orlin – 2011

EASY COME, EASY GO von Oleg Soulimenko – 2009

CONFIT DE CANARD von Robyn Orlin – 2007

RADIO OKAPI von Faustin Linyekula – 2006

LAS BAS PEUT-ÊTRE von Graciane Finzi mit “l’Orchestre Nationale de Montpellier” – 2006

LA NOTTE BIANCA von Katina Genero /Cie Kaïdara – 10-2004

SAFARA, IL FUOCO DEI TAMBURI von Katina Genero /Cie Kaïdara – 10-2004

BOYAKODAH von Georges Momboye – 07-08-09-2004

ET DEMAIN  von Serge-Aimé Coulibaly – 11-2003

AQUA VIOLINA von Anne Selliez –02-1999

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Workshops mit öffentlicher Präsentation

LA PHILOSOPHIE BANANE ein Workshop mit der Cie OISEAU-MOUCHE von Roubaix – 05-2012

MARIE ANTOINETTE… C’EST MOI!? Workshop mit dem Verein the Black Security Company und mit Unterstützung der Schwarzen Frauen Community- 06-2011

YOU, MY HERO mit SCHULKOLLECTIV Wahringerstrasse Vienna – 12 -2010

J’AI ACCOUCHÉ D’UN NEGRE ein Workshop mit der Cie OISEAU-MOUCHE von Roubaix – 05-2010

MA LUMIÈRE ein Workshop während des Festivals “LE MANIFESTE” in Grande-Synthe – 07-2008

 

Ausstellungen

STORIES OF TRAUMATIC PASTS Weltmuseum Wien – 10-2020 à 04-2021

UND SCHWESTER MAKART GEHT AUF WANDERSCHAFT Künstlerhaus 1050 – 12-2019

LA PHILOSOPHIE BANANE Weltmuseum Wien – 03-2014

OCCUPY THE MUSEUM Weltmuseum Wien – 08-2013

GOOSEFLESH Gruppenausstellung während des Impulstanz Festivals – 07-2012

STILL LIFE VIDC Möllwaldplatz 5/3, 1040 Wien – 03-2011

THE BARBIE TRAP Soho Ottakring, Wien – 05-2010

 

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