Anomalic (2010)

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Die Kosmetik- und Pharmaindustrie, die plastische Chirurgie, die Massenmedien und digitale Technologien kreieren eine ‚fake reality‘ über das Aussehen eines perfekten Körpers. Diese eindringliche Illusion wurde unser Bezugspunkt. Alle streben das Aussehen der Models aus Modemagazinen mit ihren digital nachbearbeiteten, perfekten Körpern an. Es kann zwischen verschiedenen Aspekten der Manipulation und Transformation unterschieden werden:

Einerseits können wir uns gegen den Mainstream richten und die Realität unseres Körpers akzeptieren, wie er ist. Dieser erste Ansatz könnte TIME IS RUNNING oder UNFORMATTED BODY heißen. Darin verwehrt sich der Körper der Illusion des Fortschritts und akzeptiert die Grausamkeit der Zeit.
Andererseits können wir das Risiko eingehen am Mainstream teilzunehmen. Dieser zweite Ansatz könnte TIME IS FROZEN oder THE FORMATTED BODY heißen. Dem Druck der Kosmetik- und Pharmaindustrie und (den Mechanismen) der Werbung liegt die Verheißung eines neuen gesellschaftlichen Vertrags zugrunde, demzufolge niemand das eigene Erscheinungsbild akzeptieren muss, solange genug Geld verfügbar ist. Im Grunde können all jene, die diesen Weg gehen, werden, was immer sie wollen. Ich verwandle ein Huhn in eine wunderschöne Blondine. Das ist das Scheitern der Versprechungen.

Der Konflikt zwischen diesen Positionen führt uns zum letzten Part: TIME IS SUSPENSION oder BODY IN WORK IN PROGRESS. Durch die Geschlechterverwirrung befinden wir uns zwischen zwei Welten. Wer brachte wen hervor?

Ging die Frau aus dem Huhn hervor oder umgekehrt. In jedem Fall handelt es sich bei beiden um ein Sex-Toy, gleich einer seltsamen Puppe in menschlicher Gestalt mit dem Geschlecht eines Huhns.

Distribution

Idee, Konzept, Tanz: E. Bakambamba Tambwe,
Musik: Gilles Leleu,
Video: Francois Ntambue,
Fotografie: Agnes Zorell,
Dramaturgie: Johannes Maile.
Fotos: © Agnes Zorell

Production

Eine Koproduktion mit Cie Dixit, STAATSAFFAIRE und WUK-Theater Wien in Zusammenarbeit mit dem Garagentheater „Cie Oiseau-Mouche“ Roubaix / F. Mit freundlicher Unterstützung von MA7 Wien und bmukk Austria.